Liebe Krankheit,

Eine neue Liebe, die Einsamkeit und die Frage Pest oder Cholera?

Beginnen wir vielleicht mit dem schönsten der Liebe. Sehr überraschend kam es für mich gestern, als es plötzlich bei einer netten Zigarette am Abend in unserer Küche hieß „Ich hab mich verliebt.“ – aha.  ….. Nachdem ich mich schon den Tag zuvor, an einer anderen Stelle, sehr lange über Beziehungen, den Weg zurück, Steine und Diamanten unterhalten hatte, dachte ich es reicht für diese Woche, zumal ich wirklich nicht der beste Ansprechpartner für so etwas bin – anscheinend sehen das einige Leute anders. Wie dem auch sei – eigentlich bin ich kein Mensch von Zitaten großer Leute aber da Fällt mir gerade was von Oscar Wild ein „Man sollte stets verliebt sein.“  Damit hat der gute Mann allerdings Recht. Genauso sehe ich das seit gestern auch wieder, denn plötzlich machte sich eine wunderschöne Stimmung in der Wohnung breit. Alle lächelten ein bisschen und im Hintergrund hörte man Colorblind von Counting Crows. Und somit sind wir alle wieder glücklich(verliebt). Die Psychologie sagt dazu übrigens folgendes: „Verliebtheit wird als ein Phänomen der passionierten Liebe betrachtet und äußert sich durch ein intensives Verlangen nach einer anderen Person, das von körperlichen Symptomen begleitet sein kann. Verliebtheit geht in der Regel auch mit Sehnsucht einher.“ …so so… Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen sie bitte die Packungsbeilage…

Mit der Sehnsucht wären wir auch schon beim nächsten Thema meiner derzeitigen Einsamkeit. Etwas gutes hat es allerdings, glaubt man der Psychologie zeigt das, dass ich immer noch verliebt bin. Ich benutze das gern, da ich es passender finde als zu sagen man liebt jemanden. Verliebtheit ist neu und berauschend und manchmal mühevoll. Hingegen die Liebe ist eher wie ein alter Pulli im Schrank, den man sehr mag und nicht wegwerfen will, ab und zu auch noch mal für einen Gammeltag zuhause trägt, aber zum rausgehen und Spaß haben lieber das neue Top, das so schön die Figur betont, wählt. Und so habe ich noch 3 Tage in Einsamkeit, da mein Freund zur Zeit in Schweden verweilt und dort versucht die Europameisterschaft an sich zu reißen. Diese Zeit werde ich wohl mit Gesprächen über Liebe und Krankheiten füllen.

Und nun zu meiner quälenden Frage – Pest oder Cholera? Die Antwort des angehenden Arzthelfers meines Vertrauens: „…nimm lieber die Pest, die lässt sich besser behandeln“ – naja im Endeffekt hat mich das kein Stück weitergebracht. Habe dann alle Vor- und Nachteile mal in 3 Sekunden dargestellt und dann entschieden, dass ich wohl  eine Münze werfen sollte. Aber wie so oft, ist man mit der Antwort einer völlig unparteiischen Münze dann auch nicht so recht einverstanden. Nebenbei handelt es sich auch nur um einen Zeitraum von 3 Monaten über den wir hier sprechen und für den diese Entscheidung dann gelten wird. Habe jetzt schon 10 Monate wirklich Glück gehabt und konnte mich immer wieder irgendwie aus der Affäre ziehen oder ziehen lassen. Eigentlich kann man sich in solchen Fällen eh nur für das Falsche entscheiden und das Beste draus machen.

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